„Singen, interpretieren und das Publikum dabei aus seinem Alltag zu entführen, ist für mich das höchste Glück. Es gibt mir das Gefühl nach Hause zu kommen.“
Denise Seyhans exzellent geführte, unverwechselbare dramatische Stimme besticht durch großen Farbreichtum und enorme Flexibilität. Durch ihre große Offenheit und enorme Spielfreude kann sie sich auch in ungewöhnliche Regiekonzepte gut einfühlen. “Sie ist eine hervorragende Sängerin und wunderbare Bühnendarstellerin“ (Elias Grandy).
Die deutsch-osmanische Mezzosopranistin vervollständigte Ihre Ausbildung nach dem Gesangsstudium an der Musikhochschule Karlsruhe zunächst bei Gabriele Kniesel, die sie auch bei Ihrem zweiten Stimmfachwechsel zurück ins Mezzo-Repertoire betreute. Danach erlernte sie in langjähriger Zusammenarbeit mit Walter Donati und Anna Rita Esposito die italienische Gesangstechnik (Alte Schule), wodurch sich die Stimme schließlich schnell ins dramatische Fach entwickelte.
Nach Ihren ersten Engagements als Dorabella und Hänsel sang sie bald wichtige Fachpartien wie die Knusperhexe („Hänsel und Gretel“), Ulrica („Un ballo in Maschera“), Amneris („Aida“), Fricka (“Walküre“ und „Rheingold“), Erda („Rheingold“), Old Lady („Candide“), wie auch 3. Dame („Zauberflöte“) und 1. Magd („Elektra“). Diese Partie sang sie auch in ihrer ersten Operneinspielung, einer Gesamtaufnahme von Elektra, die im März 2025 beim Klassiklabel „Solo Musica“ erschien. Sie gastiert an den Theatern Badisches Staatstheater, MiR Gelsenkirchen, Pforzheim, Giessen, Heidelberg und Brandenburg, wie auch in zahlreichen freien Produktionen.
Neben ihrer Tätigkeit als Opernsängerin konzertiert sie mit einem breitgefächerten Repertoire im In- und Ausland. Seit 2024 fokussiert sie sich verstärkt auf das Konzertfach und sang 2025 u.a. Johannespassion, Mozartrequiem, Stabat Mater (Pergolesi) und Theresienmesse (Haydn).
Anlässlich 125 Jahre Hymnus Chorknaben gab sie in der Liederhalle Stuttgart mit dem Altsolo im „Elias“ unter der Leitung von Rainer Johannes Homburg ihr Hausdebüt.
Auch 2026 ist bereits wieder gefüllt mit Konzertverpflichtungen, darunter u.a. auch die „Mass for Peace – The Armed Man“ von K. Jenkins. Im November 2026 wird sie unter der Leitung von Patrick Fritz-Benzing in St. Stephan in Karlsruhe ihr erstes Verdi-Requiem singen.
Weitere Konzert-Höhepunkte in der Vergangenheit waren Beethovens 9. Sinfonie, anlässlich des Festaktes 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft in der Cathédrale de Reims (Frankreich) und eine Konzertreise mit dem Westsächsischen Symphonieorchester durch Quintana Roo, Mexiko.
